Bitte lächeln!
ph, Thema: Lachen, Thursday, 11. March 2010, 12:33

Dass unsere Stimmungen und Gefühle unsere Körperhaltung und Mimik beeinflussen, ist jedem klar. Wissen Sie aber auch, dass die Sache auch umgekehrt funktioniert? Dass unsere Körperhaltung und Mimik unsere Stimmungen und Gefühle beeinflussen können?

„Fake it till you make it,“ sagt man im Englischen: „Tue so als ob, bis Du es schaffst.“ Dieses einfache Prinzip macht sich zum Beispiel auch das Lachyoga zunutze. Im Lachyoga wird nicht über Scherze oder (schlechte) Witze gelacht, sondern einfach so. Ohne Grund. Zu Beginn wirkt das oft etwas gekünstelt (und ist es auch), aber nach kurzer Zeit entwickelt das Lachen eine Eigendynamik. Der Körper sendet Botenstoffe ans Gehirn: „Ich lache, also muss es mir wirklich gut gehen!“ Und das Gehirn reagiert sofort und schüttet Endorphine aus. Die Stimmung hebt sich und wir lachen wirklich. Zudem ist Lachen hoch ansteckend! Lachen ist ein soziales Phänomen, wir lachen vor allem in Gesellschaft.

Aber natürlich müssen Sie sich nicht im Lachyoga zum Affen machen, um von der positiven Wirkung dieses Prinzips zu profitieren. Sie können es auch erst einmal mit einem Lächeln probieren. Auch das ist in den meisten Fällen ansteckend: Sie werden ein Lächeln zurückbekommen.

Probieren Sie die Wirkung der Mimik anhand der folgenden Übung selbst aus: Nehmen Sie jetzt, bevor Sie weiter lesen, einen (sauberen!) Bleistift oder Kugelschreiber zur Hand und pressen Sie ihn zwischen die Lippen, etwa so:


Dabei müssen Sie die Mundwinkel nach unten ziehen. Nach einiger Zeit verschlechtert sich Ihre Laune. Nehmen Sie den Stift wieder heraus.

Und nun halten Sie ihn mit Ihren Zähnen fest, etwa so:


Automatisch werden Sie dabei Ihre Mundwinkel nach oben ziehen (ausser Sie bemühen sich ganz, ganz fest, dies nicht zu tun; dann haben Sie aber auch nichts von dieser Übung). Nach kürzester Zeit werden Sie merken, dass Ihre gute Stimmung wieder zurückkehrt. Behalten Sie Ihr Lächeln bei, auch nachdem Sie den Stift wieder aus dem Mund genommen haben!

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch eine kurze Lächel-Meditation vorstellen, die ich von meiner Freundin und Lachyoga-Lehrerin Ellen Müller gelernt habe: Schließen Sie die Augen und sagen Sie sich im Geiste den folgenden Text vor:

„Beim Einatmen freue ich mich,
beim Ausatmen lächle ich.
Ich verweile im gegenwärtigen Moment,
und dies ist ein wunderbarer Moment.
Einatmen – Lächeln – gegenwärtiger Moment – wunderbarer Moment.“

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Petra Hennrich Creative Coaching
Grafikerin, systemische Coachin, Trainerin
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