… nichts Gutes, außer man tut es
ph, Thema: Glueck, Friday, 27. January 2012, 18:56



Ein malerischer Sonnenuntergang im letzten Sommerurlaub, ein Sonntagsausflug in die Berge, ein Wellnesswochenende mit der besten Freundin oder ein abenteuerlicher Fallschirmsprung: psychologischen Studien zufolge machen uns neue, bedeutsame Erfahrungen glücklicher als Reichtum und Besitz.

Die Psychologen Leaf Van Boven und Thomas Gilovich baten über 1000 US-Bürger, je einen erlebnis- und besitzorientierten Kauf zu nennen und diese miteinander zu vergleichen. Das Ergebnis: Die Erlebnisse wurden von der Mehrheit als erfreulicher bewertet als die Gegenstände.

Während der neue Fernseher oder das schicke Telefon für uns schnell ihren Reiz verlieren, behalten unsere Erinnerungen nicht nur länger ihren Wert für uns, sie werden mit der Zeit sogar noch besser: Die rosarote Brille färbt kleine Störungen im nachhinein schön und lässt das Erlebte im besten Glanz erstrahlen.

Doch unsere Vorliebe für kleine oder größere Abenteuer hat noch einen tiefer liegenden Grund: Wir betrachten das Erlebte als Teil unserer Identität. Unsere Persönlichkeit ist die Summe unserer Erfahrungen. Dafür haben wir sogar ein eigenes Gedächtnis: Im episodischen oder autobiographischen Gedächtnis ist alles abgespeichert, was wir erlebt haben.

Und weil es uns so wichtig und aussagekräftig erscheint, dokumentieren wir unser Erleben auch gerne, wodurch sich der große Erfolg von Facebook und ähnlichen Seiten zumindest zum Teil erklären läßt.

Das Schöne an Erlebnissen: Es gibt sie für (fast) jede Geldbörse! Der Spaziergang im Wienerwald ist gratis (sieht man mal vom Fahrschein ab, um in den Wald zu kommen), ein Tag im Zoo oder ein Konzertbesuch kosten schon etwas mehr und bei Fernreisen ist die Skala dann nach oben offen.

Letztere kommen allerdings immer mehr in Verruf, ebenso wie ungezügelter Materialismus. Der Soziologe Gerhard Schulze verortet einen Wandel zur "ernsthaften Erlebnisgesellschaft", in der persönliches Wachstum und die kleinen Freuden des Alltags wichtiger werden als teure Trenderlebnisse und Statussymbole. Na dann!

Übrigens: Meine Seminare sind viel, viel günstiger als eine Fernreise, und zur Erinnerung gibt's zusätzlich ein Skriptum und ein Photoprotokoll :-)

Quelle: Hassenzahl, Mark: Momente des Glücks. Gehirn & Geist 1/2012, S. 20ff

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Meine Vision für 2012
ph, Thema: Termine, Monday, 9. January 2012, 14:23



Schnellentschlossene können sich noch rasch zu diesem Workshop anmelden: "The Vision Board - Träume erfüllen mit Visionscollagen"

Nehmen Sie sich an diesem Tag Zeit, um Ihre Visionen zu entwickeln, Ihre Ziele zu durchleuchten und Ihren Lebenstraum als Visionscollage zu Papier zu bringen.

Anmeldungen sind noch bis 12. Jänner per Telefon oder E-Mail möglich.

Termin: Samstag, 14.1.2012, 10:30 bis 18:00 Uhr
Ort:Haus der Heimat, Festsaal, 1030 Wien, Steingasse 25
Preis: € 120,-- inkl. Materialien und Skriptum

"Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?"
"Das hängt zum goßen Teil davon ab, wohin du möchstest", sagte die Katze.
"Ach, wohin ist mir eigentlich gleich -", sagte Alice.
"Dann ist es auch egal, wie du weitergehst", sagte die Katze.
"- solange ich nur
irgendwohin komme", fügte Alice zur Erklärung hinzu.
"Das kommst du bestimmt", sagte die Katze, "wenn du nur lange genug weiterläufst."


(Lewis Carroll: Alice im Wunderland)

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Wer fragt, der führt. Auch sich selbst.
ph, Thema: Coaching, Thursday, 29. December 2011, 18:59

Soll ich diesen Artikel über Selbstgespräche heute wirklich noch schreiben? Wie beginne ich ihn? Und wie stelle ich eine Verbindung zu Neujahrsvorsätzen her, am besten schon in den ersten Zeilen, damit den LeserInnen gleich klar wird, warum ich ihn gerade jetzt schreibe? Werde ich meine Aussage richtig rüberbringen?

Motivationstrainer ermutigen uns schon seit vielen Jahren dazu, Selbstgespräche zu führen. Nicht zu unrecht, wissen doch die Psychologen, dass diese die Aufmerksamkeit lenken können und uns helfen, Probleme zu lösen und neue Fertigkeiten zu erlernen. Kinder nutzen dies ganz intuitiv indem sie sich selbst Anweisungen geben oder ihre Gedanken zu Aufgabenstellungen laut verbalisieren.

Aber im Gegensatz zu den oft propagierten Anfeuerungsphrasen wie "Du schaffst das schon!" weisen Studien darauf hin, dass es vor allem Fragen und Zweifel sind, die häufig zum Erfolg führen.

Der kleine Unterschied
In einer 2010 veröffentlichten Studie baten Psychologen ihre Probanden vor einer bestimmten Aufgabe wiederholt entweder "I will" (ich werde) oder "will I?" (werde ich?) aufzuschreiben. Auch eine mündliche Variante dieses Experiments wurde durchgeführt.

Die Ergebnisse der beiden Untersuchungen: Bei der anschließenden Aufgabe schnitten jene Probanden besser ab, die sich davor die Frage gestellt hatten.

In einem dritten Test fanden die Forscher zusätzlich heraus, das die Fragetechnik auch eher dazu motivierte Sport zu treiben, als Anfeuerungen.

Wie kann ich ...?
In einer anderen Untersuchung wurden Probanden dabei gefilmt, wie sie eine Konstruktionsaufgabe lösten. Auch dabei schnitten jene Teilnehmer besser ab, die mit sich selbst redeten. Vor allem konstruktive, analytische Fragen wie zum Beispiel "Wie befestige ich das jetzt?" führten zum Erfolg.

Und wie schaffe ich es, meine Neujahrsvorsätze umzusetzen?
Schwer zu sagen, nachdem ich heuer noch gar keine gefasst habe. Die Antwort erfahren Sie nächstes Jahr um diese Zeit herum. Für diesen Artikel hat es jedenfalls schon ganz gut geklappt. ;-)

Frohes Neues Jahr!

Quellen:
Seney, I. et al.: Motivating Goal-Directed Behavior through Introspective Selftalk: The Role of the Interrogative Form of Simple Future Tense.
Reimann, R., Dörner, D.: Die Auswirkung von selbstadressierten Fragen auf die Entwurfsqualität beim Konstruieren: Eine explorative Studie.

Zitiert nach: Gehirn & Geist Nr. 12/2011, S 15 - 18

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Petra Hennrich Creative Coaching
Grafikerin, systemische Coachin, Trainerin
Kaiserstraße 96/V, 1070 Wien, Tel.: 0660 34 09 471
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