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Ein Lob dem Wiederkäuen
Kaugummi kauen sieht zwar manchmal doof aus, ist es aber nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Lucy Wilkinson und Andrew Scholey vom Neurologischen Institut der Universität Newcastle.
Danach steige die Fähigkeit, sich an bestimmte Wörter und Zahlen zu erinnern, um bis zu 35%, wenn man beim Nachdenken Kaugummi kaut. "Kaugummi zu kauen könne sich bei Prüfungen von Vorteil erweisen, obwohl man im Moment in den Klassenräumen nicht dazu ermutigt wird," meint Wilkinson.
Ihr Kollege Scholey erklärt diesen Umstand mit der erhöhten Herzfrequenz beim Kauen, was wiederum mehr Sauerstoff ins Gehirn bringe. Auch der Erlanger Psychologe Siegfried Lehrl empfiehlt seit vielen Jahren Kaugummi Kauen und andere einfache, automatisierte Bewegungen zur Förderung der Konzentration. Laut Lehrl "… erhöhen automatisierte, unbewusste Bewegungen über das Stammhirn die Wachheit und damit die Auffassungsgabe." Neben Kaugummi Kauen sind laut Lehrl Kritzeln (siehe auch diese Geschichte hier), Unterstreichen, Wippen und Herumlaufen gut für Konzentration und Erinnerungsvermögen. Ob diese Erkenntnisse etwas an den Kau-, Wipp- und Laufverboten an unseren Schulen ändern werden? Ich jedenfalls stecke mir jetzt gleich einen dieser kleinen Konzentrationsförderer in den Mund und freue mich, dass mir das heute niemand mehr verbieten kann. |
Petra Hennrich Creative Coaching
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