Spielen und Kreativität
ph, Thema: Spielen, Monday, 31. May 2010, 13:09



Spiel und Kreativität sind eng miteinander verbunden. Wenn Spielen der „höchste Ausdruck des Menschlichen und der Individualität“ ist, so möchte ich die Kreativität als schönstes (Neben-)Produkt dieses Ausdrucks bezeichnen.

Doch was ist Kreativität eigentlich?
In einer sehr allgemeinen Form wird Kreativität als „die Fähigkeit, Neues in Form von Ideen und Erkenntnissen zu formen bzw. zu finden“ definiert.

Der kreative Prozess wird oft mit einem Hauch von Mythos umgeben und als widersprüchlich und paradox bezeichnet. Kreative Menschen sind auch selbst oft recht widersprüchliche Charaktere. Tatsächlich scheint dies eines der herausragendsten Merkmale zu sein, das kreativen Personen gemein ist: Ihre Fähigkeit, widersprüchliche Extreme in sich zu vereinen.

Kreative Menschen sind meist sehr komplexe Persönlichkeiten, die eine große Bandbreite von Eigenschaften zum Ausdruck bringen können. Sie können leichtfüßig zwischen Imagination und bodenständigem Realitätssinn wechseln und sind in der Lage, sowohl das logische (lineare) als auch das „seitwärtige“ (laterale) Denken zu nutzen.

Letzteres ist die Denkweise, die in Kreativitäts-Workshops gefördert wird; hierzu gehört
  • Flüssigkeit des Denkens (eine große Anzahl von Ideen),
  • Flexibilität (verschiedene Perspektiven) und
  • Originalität (ungewöhnliche Ideenverknüpfungen).
„Der beste Weg, eine gute Idee zu finden, ist, eine Menge davon zu haben.“ (Linus Pauling)

Um zu „großen“ Ideen zu kommen, sind beide Denkweisen notwendig. Um ein Urteil über die Qualität einer Idee fällen zu können, sind logisches Denken und ein umfassendes Fachwissen nötig. „Genies“, so sind sich die Kreativitätsforscher einig, fallen nicht vom Himmel.

Aber nur wenn diese harte Arbeit auch Freude bereitet, wird man lange genug am Ball bleiben, um die nötige Meisterschaft seiner Domäne zu erlangen, und Gedanken denken, die nie zuvor ein Mensch gedacht hat.

Und das bringt uns wieder zum Spielen:
„People cannot succeed in rising to the highest level of their field if they don‘t […] make time for play.“ (Stuart Brown)

Ein spielerischer Zugang erleichtert sowohl die Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit, die notwendig sind, um das erforderliche Wissen anzusammeln, als auch die Offenheit und Flexibilität, die neue Erkenntnisse ermöglichen.

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Petra Hennrich Creative Coaching
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